Beara Way 2011

Prolog:

Endlich wieder nach Irland. Der Gedanke kam im Januar und wurde schnell in die Tat umgesetzt. Ich wollte zum Auftakt meines persönlichen Superwanderjahres 2011 mal wieder die grüne Insel unsicher machen. Der Beara Way sah reizvoll aus, insbesondere die Seilbahn nach Dursey Island hatte es mir sehr angetan.

Schnell wurden Flüge, Zug und Busverbindungen überprüft und gebucht. Das stellte sich für Ostern mal wieder etwas schwierig dar, aber am Ende ergaben die Teile ein Ganzes und der Plan stand. Sehr gut, endlich wieder raus in die weite grüne Welt

Vorabend – Mittwoch 20.04.11 Packen

Routiniert packe ich mittlerweile meinen Rucksack. Alles passt wie immer gut rein. Nur die Frotzeleien der Kumpels machen mir doch ein wenig zu schaffen. Ich Depp habe beim Buchen des Urlaubes leider nicht auf den BuLi Spielplan geschaut bzw. leider nicht damit gerechnet, dass der ruhmreiche Ballspielverein aus Dortmund mitten in meinem Urlaub die Deutsche Meisterschaft erringen könnte.

Tja, was soll’s. Ist halt wer anderes für mich dann im Stadion gegen Nürnberg. Oder sie werden es schon in Gladbach schaffen, dann muss ich mir halt einen Pub suchen zum Feiern. Meinen Frust darüber lass ich mir nicht anmerken, aber es wäre schon echt blöd wenn es in meinem Urlaub passieren würde. Wenigstens hab ich einen BVB Aufnäher auf meinem Rucksack

Tag 1 Donnerstag 21.04.11 Iserlohn – Dublin

Der Flug geht abends erst gegen 21:00 Uhr. Mein Vater bringt mich nach Düsseldorf. Der Rucksack ist schnell eingecheckt und ich trinke zur Einstimmung noch zwei leckere Weizenbiere, bevor ich den Flieger gen Irland besteige. Endlich Urlaub. Der Flug vergeht wie im selbigen und schon bin ich im regnerischen Dublin.

Mit dem Airlink Bus fahre ich in die Stadt bis zur Central Bus Station und laufe dann die paar Meter rüber zum Globetrotters Hostel. Es ist spät geworden, schnell das Hostel klar gemacht und ab in den Keller zum Zimmer. Na super, 16 Bett gemischtes Dormitory. Mein Bett liegt am Fenster zum Küchenhof, direkt am Flur zur Toilette. Jackpot würd ich mal sagen, schlimmer hätte es ja kaum kommen können. Egal, es ist Urlaub und die Nacht wird eh kurz, der Zug nach Cork wartet morgen früh um 9:00 Uhr.

Tag 2 Freitag 22.04.11 Dublin – Cork – Glengarriff

Die Nacht war wie zu erwarten schrecklich, um es mal mit Untertreibung zu sagen. Völlig gerädert verlasse ich morgens in aller Frühe das Zimmer und widme mich dem Full Irish Breakfast im Frühstücksraum. Es geht doch nichts über Frittiertes zum Frühstück. Ein Lichtblick, man ist satt bis in den Nachmittag hinein. Dann geht es rüber zur Conolly Station und ich fahre mit der Luas Straßenbahn rüber zur Heuston Station. Es ist Karfreitag und ganz Irland ist geschlossen und alles ist hochgeklappt.

Das Zugticket hab ich von zu Hause aus bereits geordert. Total bequem, ich brauche nur meine Kreditkarte in den Automaten in der Heuston Station stecken und bekomme es ausgehändigt. Ich hole mir noch schnell einen Kaffee und etwas zu trinken und besteige dann den Zug in Richtung Cork. Die Zugfahrt ist recht kurzweilig und gegen 11:50 Uhr bin ich in Cork. Jetzt muss ich noch schnell in den örtlichen Outdoorladen und mir eine Gaskartusche besorgen. Der ist direkt am Busbahnhof, sollte also zügig klappen. Der Bus nach Glengariff ist auch schon im Voraus gebucht, allerdings könnte ich einen Bus eher nehmen. Gesagt getan, allerdings wird es dann alles ziemlich knäpplich, aber nach kurzem Sprint in den Outdoorladen wird auch diese Hürde übersprungen. Ich sitze im Bus und schon geht es los. Die Busfahrt dauert noch mal etwas über 3,5h Stunden. Allerdings gibt es noch einen längeren Stopp in Bantry. Mir egal, es gibt einen Flohmarkt und das Städtchen ist echt nett. Also mache ich einen kleinen Stadtbummel, trinke einen Kaffee und dann geht es auch schon weiter. Der Bus hält in Glengarriff direkt am Hostel.

Der Check In ist wie so oft etwas anders. Ich muss in den Touriladen auf der anderen Straßenseite und treffe dort auf die Verwalterin. Ich entrichte meinen Obolus und beziehe mein Zimmer. Ich bin alleine und habe das ganze Hostel quasi für mich alleine. Das Hostel ist Irlandtypisch würd ich mal sagen. Anschließend mache ich einen kleinen Spaziergang, gehe ins Dorf, esse Fish and Chips und vertreibe mir die Zeit. Karfreitag ist wirklich rein gar nichts los. Man wird quasi Zwangsentschleunigt. Ist auch mal gut. Dann noch etwas Lesen, Cider, Feierabend für heute.

Seiten: 1 2 3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.