West Highland Way 2011

Prolog

Es war irgendwann beim Dartspiel oder gemeinsamen Grillen. Bei einem kleinen Whisky und netter Folkmusik kamen wir mal wieder auf die Urlaubspläne zu sprechen. Schottland wäre ja mal was, so nicht was richtig krasses, eher so eine schöne Tour, bei der auch die Geselligkeit und der Spaß nicht zu kurz kommen sollten.

Micha war schon zwei Mal mit dem Mopped in Schottland und mir gefiel die Idee auch gut, habe ich doch schon länger mal den West Highland Way im Hinterstübchen gehabt. Also wurde irgendwann der konkrete Plan geschmiedet und wir waren letztendlich zu dritt. Was ein Akt, aber irgendwann hatten wir unsere Urlaubspläne unter einem Hut und die Flüge wurden gebucht.

Es sollte im Juni losgehen, dass versprach besseres Wetter aber auch Midges. Naja, so schlimm werden die schon nicht sein, dachte zumindest ich.

Auch versuchten wir uns ein wenig vorzubereiten. Da Micha einige Problem mit den Knien hat, würde es wohl nicht das reinste Zuckerschlecken werden. Aber wir machten an den Wocheneden immer tapfer einige schöne Touren in der näheren Umgebung und versuchten auch so wenigstens ein bisschen an unserer Form zu Arbeiten. Klappte sogar ein wenig.

Tag 0 Donnerstag 16.06.11 Packen

Au man, endlich Urlaub, endlich ist es soweit. Nach der Arbeit trafen wir uns bei mir zum gemeinsamen Sachen packen. Wenn drei Leute ihr ganzes Gerödell in einem Raum zusammen schmeißen, ist das Chaos groß. Irgendwann war die ganze Wohnung in Beschlag und wir schafften es tatsächlich noch, unsere Sachen zu packen und noch einige nützliche bzw. unnütze Dinge ein oder auszupacken (ich sag nur der Eiertransporteuer von Tupper). Danach gab es noch bei Pizza und Wandergetränken eine kleine Vorschau, hatte ich doch noch einige Folgen MareTV über Schottland auf dem Festplattenrekorder

Tag 1 Freitag 17.06.11 Hennen – Köln/Bonn – Edinburgh – Glasgow

Um 07:00 Uhr geht es los. Michas Bruder bringt und nach Köln/Bonn zum Flughafen. Wie immer fällt einem bei der Vorfreude auf den Urlaub das Aufstehen leichter. Nach einem kurzen Stau auf dem Kölner Ring erreichen wir zügig den Airport. Wir holen uns schnell noch was zu Futtern und checken dann ein.

Alles geht problemlos und bald sitzen wir schon auch in der Abflughalle und warten auf den Flieger. Der Flug gestaltet sich kurzweilig und alsbald landen wir in Edinburgh bei bestem Schottischen Wetter. Kurz warten wir auf unsere Rucksäcke, aber alle drei sind wohlbehalten angekommen.

Wir gehen zum Airlink Bus und fahren in die Stadt zum Bahnhof. Wir holen schnell am Automat die Zugtickets für die Fahrt am Abend nach Glasgow. Da die Gepäckaufbewahrung am Bahnhof in unseren Augen unverhältnismäßig teuer ist, gehen wir zum Busbahnhof, wo es doch günstiger ist. Nachdem wir unser Gepäck im Schließfach deponiert haben, machen wir uns auf Edinburgh zu erkunden.

Im Nevissport besorgen wir noch Gas und ich hole mir da noch einen Light my Fire Fire Steel. Im Pub gibt es dann erst mal Fish’n Chips und Bier für alle. Auf einen gelungenen Urlaub. Gut gestärkt latschen wir dann hoch zum Castle und gucken uns die Tourimassen und die Touristenfallen an. Echt krass was da los ist und was die für Preise für die Sachen da aufrufen.

Nach dem Bummel über den Castlehill machen wir uns wieder auf Richtung Bahnhof. Wir holen unsere Rucksäcke und besorgen uns noch Verpflegung und Verdurstung für die Zugfahrt nach Glasgow. Am Bahnhof warten wir dann noch kurz auf den Zug und alsbald geht es auch mit der Bimmelbahn nach Glasgow. Auch diese Fahrt gestaltet sich kurzweilig und wir kommen mit ein paar Einheimischen ins Gespräch.

Nach etwas über einer Stunde kommen wir in Glasgow an und machen uns auf ins Euro Hostel. Das Wetter zeigt sich jetzt von seiner feuchten Seite. Wir beziehen ein vierer Zimmer und sortieren unsere Sachen. Die Aussicht aus dem Zimmer lässt den Strukturwandel in Glasgow mehr als erahnen. Nach ein zwei Dosen Tannent’s und ein paar Chips geht es dann auch schon ins Bett. Die Spannung auf die Tour weicht so langsam der Vorfreude auf den Start.

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