Rothaarsteig 2008

Tag 1 – 14. August 08 Brilon 3km

Nachdem wir einen Tag vorher unsere Rucksäcke gepackt hatten, trafen wir uns um 16:00 Uhr nach der Arbeit zu Hause und ließen uns nach Schwerte bringen, um den Zug nach Bestwig zu nehmen. Von dort aus sollte es dann per Bus nach Brilon gehen. Schnell noch ein paar Hopfenkaltschalen für die Fahrt eingepackt und los ging es.

Am Bahnhof in Schwerte sahen uns alle mit unserem ganzen Gepäck an, als wären wir Außerirdische. Nachdem wir dann noch den Kartenautomaten in die Knie gezwungen hatten (er wollte einfach nicht unsere Zehn Euro Scheine akzeptieren und die Zeit wurde am Ende knapp) und endlich unsere Tickets in den Händen hielten, konnte es los gehen. Schnell den Zug bestiegen, das Gepäck verstaut und schon brausten wir ab ins Sauerland. Wir unterhielten uns darüber wie es wohl werden würde.

Zwei Kaltgetränke weiter stiegen wir in Bestwig um in den Bus Brilon und nach einer halbe Stunde kamen wir dann gegen 19:00 Uhr in Brilon am Markt an. Schnell noch die Reisekasse an der örtlichen Sparkasse aufgefrischt und es ging los. Das obligatorische Foto am Start des Steiges wurde gemacht und wir machten uns dann auf den Weg unsere Unterkunft zu finden. Micha hatte 2007 noch eine nette kleine Pension in Gudenhagen aufgetan die uns den ersten Abend beherbergen sollte. Leider hatte die Wirtin aufgrund ihres Alters die Übernachtungen ab 2008 aus ihrem Programm gestrichen. Wir mussten also etwas anderes finden.

Da wir ja sowieso mit dem Zelt unterwegs waren, machten wir dann einen Camping Platz in Brilon ausfindig, der direkt am Steig sein sollten. Ein Telefonat weiter waren wir dann schlauer. Eine Internetseite, Preise usw. hatte der Camping Platz – aber leider noch keinen Platz. Ja richtig, die Bauarbeiten sollten erst in der Woche vor unserem Start beginnen und die Eröffnung war für den November geplant. Kein Problem sagten wir uns, und den Betreibern. Wir schlugen vor, einfach bei Ihnen auf der Wiese zu Zelten und Sie hatten kein Problem damit. Wir stiefelten dann also los in Richtung des Platzes etwas außerhalb von Brilon in der Nähe der DJH Brilon. Eine halbe Stunde später kratzten wir uns dann am Kopf und fragten uns, wo der Platz denn sei? Da es den Platz an sich ja noch nicht wirklich gab, gab es folglich auch keine Schilder.

Kein Problem, kurz bei den netten Leuten angerufen und ein paar Minuten später holte uns eine nette holländische Neucampingplatzbetreiberin mit ihrem Auto ab, und wir fuhren genau 300m weiter zum Platz. Das hätten wir auch selbst finden können, aber egal. Wir waren da. Schnell noch eine kleine Platzrunde gedreht auf der uns Alles erklärt wurde und schwups ging es daran direkt zum höchsten Punkt des zukünftigen Platzes um unser Zelt aufzuschlagen.

Ein wirklich schöner Platz mit einer super Sicht auf die benachbarten Berge und Ortschaften. Schnell das Zelt aufgebaut und schon ging es auf die Suche nach einer Stärkung. Ein Getränk auf die Hand sollte uns den Weg verkürzen und los ging es. Von unserem Berg die Straße runter in den nächsten Ort. Leider hatte die einzige Gaststätte zu, aber man empfahl uns ein weiteres Haus ein wenig weiter im Dorf. Schnell den Berg weiter runter und wir waren da, wo wir schon 2007 sein sollten, in der Gaststätte von Oma Frigger in Gudenhagen, der Pension die Micha damals eigentlich für den ersten Abend ausfindig gemacht hatte.

Wir kamen rein und es war wie eine Zeitreise. Ein kleiner Schankraum mit Allerlei Jagd-Devotionalien, einer Jukebox und einer Einrichtung frisch aus den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Alles in allem eine urgemütliche sauerländer Gaststätte. Ein paar Gäste hatten Ihren Stammtisch, an der Bar saßen zwei Jungs und zischten ein paar Krombacher. Nachdem wir uns kurz als ihre „verhinderten“ Übernachtungsgäste vorgestellt hatten, fragten wir bei Oma Frigger mal nach der Küche. Wir bestellten einen Teller hausmacher Schnittchen mit Wurst und Käse und dazu ein leckeres Pils.

Nachdem das Essen verputzt war und die übrigen Gäste gegangen waren, kamen wir mit Oma Frigger ins Gespräch. Micha enterte die Jukebox und bei Peter Maffays Sieben Brücken aus der Jukebox unterhielten wir und mit Oma Frigger über Dieses und Jenes. Wir sprachen über unsere Tour, den Rothaarsteig und den neuen Campinplatz, dessen erste Gäste wir waren. Nach zwei, drei weiteren Tulpen war es Zeit zu gehen und wir gingen zurück zum Zelt und freuten uns auf den eigentlichen Start der Tour am nächsten Morgen.

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