Rothaarsteig 2008

Tag 2 – 15. August 08 von Brilon nach Bruchhausen 18km

Nachdem wir gegen halb neun aufgestanden waren, empfing uns der neue Tag mit richtig schönem Wetter. Ein kurzes Strecken und es ging daran zu Frühstücken. Micha kochte Kaffee und ich mampfte mein Müsli als dann auch schon der Vermieter vorbei kam. Er wolltel Photos von den ersten Gästen seines neuen Campingplatzes fürs Internet machen. Wir freuten uns und quatschen noch ein bisschen über seine und unsere Pläne. Anschließend machten wir uns zügig auf den Platz zu räumen und aufzubrechen.

Wir schulterten unsere Rucksäcke und es ging los. Kurz nach dem Campingplatz kamen wir an der Möhne Quelle vorbei und stellten fest, dass es eine gute Entscheidung war, die Wasserflaschen am Campingplatz voll zu machen. Ein kleines Rinnsal mühte sich aus dem Berg und versickert schon nach einigen Metern (eine Erfahrung, die wir nahezu an allen Quellen die wir passierten, machten).

Weiter ging es Bergan. Einige schöne Ausblicke über Brilon erwarteten uns. Vorbei ging es am riesigen Holztipi in Richtung Hiebammen Hütte. Nach einer kleinen Rast ging es weiter auf den Borberg, wo sich eine alte Kirchruine befindet. Ein paar Meter weiter gibt es dann eine Kapelle, von der aus man einen grandiosen Ausblick über Olsberg hat. Wir verweilten ein wenig, Micha dokumentierte Alles mit seinem Camcorder und dann ging es auch schon weiter.

Der Ginsterkopf erwartete uns. Leider war die Klettervariante wegen Windbruchs gesperrt. Schade. Wir folgten also dem „normalen“ Weg und erblickten alsbald die Bruchhauser Steine. Ein richtig klasse Ausblick den man da hat. Die Feuereiche erreichten wir nach einem kleinen Abstieg und wir sahen uns die dort aufgestellten Schautafeln an. Als nächstes mussten wir eine Straße überqueren und wurden beinahe von einem VW Polo überfahren, der aus einer unübersichtlichen Kurve an uns vorbeischoss. Wir dachten nur, hoffentlich kommt hier nicht einer von den Organspendern auf zwei Rädern um die Ecke geballert wenn wir rüber gehen. Aber Alles wird gut und der Weg führte uns unterhalb der Bruchhauser Steine zum Informationszentrum, wo wir einmal nach dem rechten sehen wotllen, schließlich ist es als Jausenstation auf der Karte gekennzeichnet. Als wir dort ankamen, empfingen uns erst einmal große Schilder mit den Eintrittspreisen zu den Steinen.

Nachdem wir freundlich nachfragten, was es denn so auf der Jausenkarte gibt, gab es leider gar nichts. Micha machte schnell noch einen Eintrag für unser Videotagebuch und wir zischten ein kleines Krombacher. Nachdem Wir uns beraten hatten, kamen wir zu dem Schluss, dass uns die 17km für heute reichen. Das Wetter war super und wir beschlossen nach Bruchhausen abzusteigen und den örtlichen Campingplatz aufzusuchen. Es war jetzt ungefähr 16:00 Uhr.

Zwei Kilometer weiter waren wir auf dem Campingplatz. Anmeldezeiten sind von 12 bis 13 Uhr und von 18 bis 19:30 Uhr. Na toll dachten wir, fragten bei den netten Dauercampern nach und beschlossen auf deren Anraten hin, das Zelt auf der Zeltwiese aufzubauen und uns kurz dem Komfort der Zivilisation in Form von fließend Wasser zu widmen. Leider gibt es Duschmarken nur während der Anmeldezeiten uns so mussten wir mit der eiskalten Variante vorlieb nehmen. Aber egal, wir waren ja hier nicht zum Spaß unterwegs. Nachdem das Camp aufgeschlagen war, trieb uns der Hunger in Richtung Bruchhausen, wo wir nach einer gemütlichen Gaststätte Ausschau halten wollten, um uns zu stärken. Anmelden konnten wir uns ja auch noch nachher (falls wir rechtzeitig zurück sein sollten).

Die Wahl fiel auf die Gaststätte Kesting, wo wir ein leckeres Hefeweizen und ein Zigeunerschnitzel orderten. Im Gastraum erwartete uns das Sauerland, wie man es sich besser nicht vorstellen kann. Zwei Opis hauten sich beim Herrengedeck schon nachmittags aus dem Leben und bestellten einen Bienenstich (Honig-Korn-Schnaps) nach dem nächsten. Sie erfreuten den ganzen Gastraum mit Dönekes und als der Sohn des einen Opis ihn abholen kam, wurden erst einmal noch einige scheide Gedecke bestellt und der Wirt Herr Kesting schien sich einen Spaß daraus zu machen, die drei Abzufüllen.

Nach dem Essen und ein, zwei Weizen weiter, wussten wir wo die Beiden Opis im Krieg unterwegs gewesen waren, wer der neue Schützenkönig im Dorf war und eigentlich alles Neue aus Bruchhausen. Wir spielten noch ein bisschen mit einem Holzgeduldsspiel das auf dem Tisch stand und empfahlen uns dann in Richtung Campingplatz. Vielleicht schafften wir ja die Anmeldezeit noch. Wir hatten Glück, die Rezeption hatte noch auf, einige Dauercamper saßen beim Bier im Clubraum zusammen. Nachdem wir pro Nase 7,-€ gelatzt hatten, nahmen wir noch ein Bier mit und begrüßten erstmal unsere neuen holländischen Nachbarn.

Klar, Bruchhausen und das Sauerland sind eine reizvolle Landschaft, aber seinen ganzen Urlaub in Bruchhausen verbringen? Na ja, das mussten Sie ja selbst wissen. Später trafen dann noch ein Holländer und sein Sohn im Wohnmobil ein. Es schien, dass die Beiden auf Männer Urlaub waren. Wobei uns der Verdacht kam, dass der Vater sehr viel mehr Freude an dem Ausflug ins Sauerland hatte als der Sohn. Wir ließen den Tag gemütlich ausklingen, redeten über das Erlebte, und nachdem die Sonne das Tal im Schatten ließ und es kühler wurde, krabbelten wir in unsere Schlafsäcke und freuten uns auf den nächsten Tag

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